SimulTrans Lokalisierungs-Blog

Drei Tipps für die Lokalisierung von Bausoftware

[fa icon="calendar"] 15.01.2020 04:00:00 / von the SimulTrans Team

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Bauen ist heute so komplex und technisch anspruchsvoll wie nie zuvor. Bauunternehmen, Architekten und Kunden „bauen“ auf den Einsatz neuester Baumanagement-Technologie, die gewährleistet, dass ein Bauvorhaben Fristen, Sicherheitsstandards und Budget entspricht. Baumanagement-Technologie hat viel zur Vereinfachung von Projekten und zur Erfassung von Echtzeitdaten beigetragen – vom Hinzufügen von Anmerkungen über das Hochladen von Fotos bis zum Unterzeichnen und Versenden von Berichten. Somit steigt die Nachfrage nach entsprechenden Softwareanwendungen.

Falls Sie Anbieter von Software für Bauprojektmanagement, Bauchbuchhaltung, Bauplanung oder sonstiger Software für die Branche sind, sollten Sie darüber nachdenken, Ihre Bausoftware lokalisieren zu lassen, um für einen internationalen Markt attraktiv zu sein und Ihren Umsatz zu steigern.

Wir haben drei Tipps, damit ihre erste Lokalisierung gelingt:

Tipp eins: Gewährleisten Sie korrekte Terminologie

Bauterminologie kann knifflig sein, insbesondere bei Softwarestrings ohne Kontext. Um korrekte Terminologie zu gewährleisten, sollten Sie wie folgt vorgehen:

  •  Entwickeln Sie ein Glossar mit wichtigen Begriffen Ihrer Software und fügen Sie Definitionen und Übersetzungen hinzu. Lassen Sie zunächst dieses Glossar übersetzen. Wenn Sie interne Lektoren für die Überprüfung der Übersetzung haben, sollten Sie vor Beginn der Übersetzung deren Zustimmung zum Glossar einholen.
  •  Wählen Sie Übersetzer, die Erfahrung mit Bausoftware haben. Andere Übersetzer und selbst Softwareübersetzer sind selten souverän genug im Umgang mit Bautechnologie. Sie müssen die Baubranche kennen und sich mit den Begriffen in Ausgangs- und Zielsprache auskennen. Am besten geeignet sind Übersetzer, die oft Bausoftwareübersetzungen angefertigt haben.
  •  Setzen Sie voraus, dass sie die Begriffe für jeden Zielmarkt recherchieren. Terminologie entwickelt sich ständig weiter, deshalb müssen aktuelle Industrienormen anhand vorhandener Dokumente in jeder Zielsprache geprüft werden. Das Überfliegen von Branchenblogs, Publikationen, Normungsorganisationen und Industriegruppen hilft beim Ermitteln der passenden Terminologie.
  •  Liefern Sie Übersetzern Softwarekontext. Bei Softwarestrings ohne Kontext kann es schnell passieren, dass die korrekte Bedeutung nicht erkannt wird. Um das zu verhindern, sollten Übersetzer Zugang zur laufenden Anwendung oder Screenshots mit Strings im Kontext erhalten.

Tipp zwei: Testen Sie lokalisierte Anwendungen

Wenn die Übersetzung fertiggestellt wurde, ist es wichtig, Lokalisierungstests durchzuführen und die Anwendung in jeder Zielsprache sorgfältig zu prüfen. Die Tests sollten von Personen durchgeführt werden, die die Anwendung gut kennen und Muttersprachler der jeweiligen Zielsprache sind. Hier sind einige Anregungen:

  • Entwerfen Sie Testskripts, um wichtige Elemente der Benutzeroberfläche herauszustellen. Manche Bildschirme sind für Tester schwer zu erreichen, da bestimmte Einstellungen gewählt, Daten eingegeben oder Fehlerzustände forciert werden müssen. Wenn Sie Ihrem Lokalisierungsdienstleister detaillierte Anweisungen in Testskripts senden, können etwaige Fehler gefunden und behoben werden.
  • Achten Sie auf nicht sprachliche Fehler. Bei Bausoftware ist die Textlänge oft beschränkt, was längeren Sprachen weniger Platz lässt. Es ist wichtig, beim Testen auf verkürzte Strings und Bedienelemente zu achten, die sich in benachbarte Bildschirmelemente ausgedehnt haben. Auch andere Probleme der Internationalisierung können erkannt werden, etwa Zeichenkodierung, Sortierungsreihenfolge, Zeit- und Datumsformate sowie Zahlenformatierung.
  • Stellen Sie die komplette Umgebung bereit. Für Bauanwendungen gelten oft spezifische Testanforderungen, da sie von speziellen Hardware- und Netzwerkkonfigurationen abhängen. Falls Ihr Testdienstleister diese Elemente nicht ohne Weiteres replizieren kann, sollten Sie erwägen, Tester zur Arbeit vor Ort bei Ihnen einzuladen. Alternativ können Sie intern Screenshots der lokalisierten Benutzeroberfläche erstellen lassen und sie Ihrem Lokalisierungspartner zwecks Überprüfung im Kontext schicken.

Tipp drei: Schützen Sie bei der Übersetzung die Software

Ganz besonders wichtig ist es, die Sicherheit Ihrer Bausoftware im Lokalisierungsprozess zu gewährleisten. Sie müssen lokalisierte Dateien vor Schadsoftware schützen und die Vertraulichkeit Ihrer Anwendungsarchitektur gewährleisten. Befolgen Sie diese einfachen Regeln:

  • Beschränken Sie den Zugriff auf Rohdateien. Ihr Lokalisierungsdienstleister sollte Tools zum Parsen Ihrer Dateien verwenden, damit Übersetzer auf die online oder als segmentierte Dateien zu übersetzenden Texte zugreifen können, während Code und Markup geschützt sind. Übersetzer sollten keine Rohdateien erhalten.
  • Achten Sie darauf, dass Übersetzer strikte Vertraulichkeitsvereinbarungen unterzeichnen. Durch die Betonung der Vertraulichkeit kommunizieren Sie und Ihr Lokalisierungspartner den Übersetzern, dass sie die Arbeit an Ihrer Anwendung niemandem zur Kenntnis geben dürfen.
  • Arbeiten Sie bei jedem Projekt kontinuierlich mit professionellen Vollzeitübersetzern. Statt einzelne Auftragnehmer, die in ihrer Freizeit übersetzen und tagsüber womöglich für Mitbewerber arbeiten, sollten Sie einen Übersetzungspartner beauftragen, der mit qualifizierten Vollzeitübersetzern arbeitet. Bei allen Komponenten und Versionen Ihrer Anwendung sollten dieselben Personen eingesetzt werden. Konsistenz bei Übersetzern sorgt für mehr Einsatz, Sicherheit und gegenseitiges Vertrauen.
  • Verlangen Sie eine Überprüfung der fertigen Dateien. Nach Fertigstellung der Übersetzung ist zu verifizieren, dass die lokalisierten Dateien sich nur beim für Benutzer sichtbaren Text unterscheiden. Dazugehöriger Code und Markup sollten bei ausgangs- und zielsprachlichen Dateien gleich sein. Neben dem Schutz der Anwendungssicherheit unterstützt dieser Schritt auch Builds, da fehlerfreie Dateien ohne Abweichungen bei Abständen, Zeilenumbrüchen, Byte Order Marks und Codierung bereitgestellt werden.

Das sind nur drei Tipps, die Sie befolgen können, wenn Sie die erste Lokalisierung Ihrer Bausoftware in Betracht ziehen.

Sollten Sie schon bald einen globalen Release anstreben, ist ein hilfreicher erster Schritt eine Pseudo-Übersetzung:

  • um zu gewährleisten, dass alle Strings erfasst sind
  • um zu testen, ob Ihre Anwendung eine Textausdehnung ermöglicht, wie sie in vielen Sprachen vorkommt
  • um zu prüfen, ob die Zeichenkodierungseinstellungen die korrekte Anzeige zielsprachlicher Zeichen erlauben

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Thema: Softwarelokalisierung

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