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Warum Start-ups in Übersetzung investieren sollten

[fa icon="calendar"] 06.05.2021 06:45:00 / von Margarita Núñez

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Start-ups können sich kaum Fehler leisten. Sie müssen den Wert jedes einzelnen Euros maximieren, den sie von Risikokapitalgebern erhalten. Gleichzeitig müssen sie darauf hinarbeiten, zum autarken Unternehmen zu werden. Professionelle Übersetzungs- und Lokalisierungsservices sind eine effiziente Möglichkeit für Start-ups, unabhängig von ihrer Branche oder Nische auf dieses Ziel hinzuarbeiten.

Für schnelles und stabiles Wachstum sollten Start-ups ins Ausland expandieren. Einen kleinen Teil des Startkapitals für die Übersetzung von Produkt, Website und Marketingmaterial zu reservieren, ermöglicht Ihrem Unternehmen, Märkte mit Millionen potenziellen Neukunden zu erschließen.

Die Investition von Risikokapital ist von Natur aus ein gewagtes Geschäft, dreht sich doch alles um Erwartungen und Annahmen. Geschätzte 25 bis 30 Prozent der risikokapitalfinanzierten Unternehmen scheitern und die Investoren erhalten nichts für ihr Geld – manche von ihnen sagen sogar, die Quote könnte bei 75 Prozent liegen. Von den erfolgreichen Start-ups machen viele gerade genug Gewinn, um die Kosten für die Investoren auszugleichen.

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„Wenn wenige überzeugt sind, dass eine Sache die Zukunft ist, und viele denken, sie ist verrückt und wird nie funktionieren, ist das ein gutes Zeichen.“ Steve Jurvetson, Partner beim Risikokapitalinvestor Draper

Start-ups, die eine Serie-C-Finanzierung erhalten, nutzen sie meist, um ihr Marktwachstum zu beschleunigen, neue Produkte zu entwickeln oder durch fremdfinanzierte Übernahmen Unternehmen hinzuzukaufen. Diese Phase konzentriert sich vor allem auf internationales Wachstum, da der Zugang zu neuen Überseemärkten eine der schnellsten Methoden zur Umsatzerhöhung ist.
Manche Risikokapitalinvestitionen werden in Tranchen oder als Reihe von Zahlungen über einen längeren Zeitraum getätigt. Jede dieser Zahlungen hängt in der Regel von der Fähigkeit des Start-ups ab, vereinbarte Meilensteine zu erreichen. Typische Meilensteine sind:

  • eine bestimmte Anzahl von Nutzern,
  • eine bestimmte Ertragshöhe,
  • Release einer aktualisierten Produktversion,
  • Abschluss wichtiger Vertriebskooperationen im Ausland,
  • Übersetzung des Produkts und/oder des dazugehörigen Marketingmaterials für den Zugang zu neuen Märkten.

Eine lohnende Investition Ihres Startkapitals

Denken Sie darüber nach, einen Teil Ihres Serie-C-Startkapitals in die Übersetzung Ihres Produkts, Ihrer Website und Ihres Marketingmaterials zu investieren, um Ihr Produkt weltweit zu bewerben und zu verkaufen.

Übersetzung ist eine kostengünstige Methode für Start-ups, um mehr potenzielle Kunden zu erreichen. Das gilt sowohl für eine Konzentration auf den US-Markt als auch für die Expansion in internationale Märkte.
Berücksichtigen Sie diese drei Aspekte:

  • 75 Prozent der Verbraucher ziehen es vor, Produkte in ihrer Sprache zu kaufen.
  • 60 Prozent der Menschen, deren Muttersprache nicht Englisch ist, kaufen selten oder nie auf Websites, die nur auf Englisch verfügbar sind.
  • 80 Prozent der Entscheidungsträger im Marketing denken, dass Lokalisierung maßgeblich ist, um erfolgreich neue Märkte zu erschließen.

Es gibt Belege dafür, dass Unternehmen der Lokalisierung in ihren Budgets selbst unter dem gravierenden wirtschaftlichen Druck der COVID-19-Pandemie Priorität einräumen. Laut Nimdzi Insights, einem führenden Forschungsunternehmen in der Übersetzungsbranche, wurde für 2020 ein Branchenwachstum um 2,5 Prozent auf weltweit 55 Milliarden US-Dollar prognostiziert.

Zielsprachen mit hoher Schlagkraft

Wägen Sie sorgfältig die Optionen ab und wählen Sie Sprachen, die es Ihrem Unternehmen ermöglichen, so viele Neukunden wie möglich zum kleinsten Preis zu gewinnen.
Während allein in den USA 254 Millionen englische Muttersprachler leben, gibt es dort weitere potenzielle Kunden mit folgenden Sprachen:

  • Spanisch: 43,2 Millionen Muttersprachler
  • Chinesisch (Mandarin, Kantonesisch und weitere): 2,9 Millionen Muttersprachler
  • Tagalog: 1,6 Millionen Muttersprachler
  • Vietnamesisch: 1,4 Millionen Muttersprachler
  • Französisch und kreolisches Französisch: 1,3 Millionen Muttersprachler
International zeigen die Statistiken ein noch vielfältigeres Bild. Englisch ist mit 1,27 Milliarden Sprechern die meistgesprochene Sprache weltweit. Darauf folgen:
  • Mandarin: 1,117 Milliarden Muttersprachler
  • Hindi: 615 Millionen Muttersprachler
  • Spanisch: 534 Millionen Muttersprachler
  • Französisch: 280 Millionen Muttersprachler
  • Arabisch: 274 Millionen Muttersprachler

Wenn Sie also entscheiden, welche Sprachen für die Lokalisierung in Frage kommen, sollte Ihr Unternehmen nicht nur die Zahl der Muttersprachler im Blick haben.
Zum Beispiel gibt es rund 615 Millionen Menschen mit der Muttersprache Hindi, weshalb Sie annehmen könnten, dies wäre eine gute Zielsprache. Tatsächlich aber sprechen die meisten Menschen in Indien eine weitere Sprache und verstehen auch Englisch. Es lassen sich also vermutlich geeignetere Zielsprachen als Hindi finden.

Diese Zahlen lassen den Schluss zu, dass allein der Eintritt in den chinesischen Markt die Anzahl potenzieller Kunden für ein Start-up fast verdoppeln würde. Vereinfachtes Chinesisch könnte also ein guter Ausgangspunkt sein, sofern Ihr Unternehmen plant, den chinesischen Markt zu erschließen.

Es gibt kaum andere Investitionen für ein Unternehmen, die die Marktreichweite so drastisch und schnell erhöhen können. Wenn das deutschsprachige Marketing eines Start-ups strategisch ist und gut umgesetzt wird, ist der ROI von Übersetzungsservices praktisch unübertroffen.Kontakt aufnehmen

Thema: Websiteübersetzung, Artikel

Margarita Núñez

von Margarita Núñez

Margarita is SimulTrans' Director, Global Marketing. She spearheads SimulTrans' Digital Marketing Strategy by creating, managing, and publishing content for inbound and outbound campaigns across multiple channels. Margarita has more than 25 years of experience in sales and management for the localization industry. She has been involved in many localization organizations, currently serving as a Program Director for Membership for Women in Localization, a non-profit global organization.