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SimulTrans Lokalisierungs-Blog

3 wichtige Aspekte bei der Übersetzung von Handbüchern für medizinische Geräte

[fa icon="calendar"] 08.03.2018 04:39:06 / von Dave Fleming

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Der Lokalisierungsprozess für die Übersetzung medizintechnischer Dokumentationen ist in vielerlei Hinsicht vergleichbar mit anderen Lokalisierungsworkflows: Vorbereitung von Dateien, Erstellung von Glossaren, Übersetzung und Lektorat, Desktop-Publishing, abschließende Qualitätssicherung. Für Inhalte, die sich auf medizinische Geräte beziehen, müssen jedoch einige zusätzliche Dinge berücksichtigt werden. Im Folgenden sind drei Hauptbereiche zu nennen, bevor Sie mit der Übersetzung von Handbüchern für medizinische Geräte beginnen:

Übersetzung der Benutzeroberfläche

Wenn Ihr medizintechnisches Gerät über eine zugehörige Software verfügt, finden Sie hier die verschiedenen Optionen für die Übersetzung der Benutzeroberfläche (sofern eine Übersetzung in Betracht kommt):

  • Falls Sie die Softwarebegriffe übersetzen möchten (das heißt, die Benutzeroberfläche, die die Ärzte auf dem Bildschirm sehen), ist es ratsam, zuerst die Software zu übersetzen. Sobald die Lokalisierung der Software abgeschlossen ist, können die Begriffe der Benutzeroberfläche extrahiert werden und dienen den Übersetzern als Referenz. So stellen wir sicher, dass die gleichen Begriffe auch im Handbuch verwendet werden.
  • Wenn die Software Englisch bleiben soll, müssen Sie entscheiden, ob die Benutzeroberfläche Englisch belassen werden soll oder die englischen Begriffe mit einer Übersetzung in Klammern versehen werden sollen.
  • Wenn auf dem Gerät selbst Tastennamen oder Beschriftungen vorhanden sind, die nicht übersetzt werden, sollte Ihr Übersetzerteam diese unbedingt kennen, um mit diesem Wissen arbeiten zu können. Dies kann sich auf bestimmte Übersetzungsentscheidungen auswirken und sollte abgeklärt werden.
  • Wenn es auf dem medizintechnischen Gerät andere Begriffe gibt, die nicht übersetzt werden dürfen (wie Namen von Tasten oder Schaltern oder andere Beschriftungen), ist es wichtig, dass wir diese Begriffe kennen, bevor das Projekt startet.
  • Äußerst hilfreich für Übersetzer ist auch eine Liste mit Firmennamen, Produktnamen, Marken, Krankheiten, Syndromen und medizinischen Akronymen der Branche, die häufig in Ihrem Unternehmen verwendet werden. Das reduziert die Recherchedauer, die für jeden Begriff aufgewendet werden muss.

Externes Lektorat

Nach der Übersetzung ist es ratsam, einen weiteren Korrekturleser bzw. Reviewer hinzuzuziehen, wenn der Inhalt des Handbuchs sehr sensibel ist.Ein solcher Korrekturleser kann sein:

  • Interne Korrekturleser in Ihrer eigenen Firma, die ein fundiertes Wissen hinsichtlich Stil, Terminologie und der Geräte haben und damit in der Lage sind, Änderungen vorzunehmen.
  • Wiederverkäufer oder jeweils regionale Mitarbeiter in den verschiedenen Ländern, die Ihre Branche sowie Ihr eigenes Produkt gut kennen und bei bestimmten Aspekten der Übersetzung beraten können.
  • Unabhängiges Lektorat durch Dritte, durchgeführt von Ihrer eigenen Übersetzungsagentur (unter Verwendung eines separaten Reviewer-Teams).
  • Ein anderes Übersetzungsbüro.
Wenn dieses Lektorat bereits frühzeitig im Projekt durchgeführt wird, haben Dritt-Reviewer folgende Vorteile. Sie können:
  • Probleme aufzeigen (falsch übersetzte Begriffe oder Ausdrücke)
  • Vorschläge zu bestimmten Terminologie-Entscheidungen machen
  • Änderungsvorschläge für Übersetzungen machen, die Ihren Zielen besser entsprechen

Mehrsprachiges Desktop-Publishing

Es versteht sich von selbst, dass der übersetzte Text zu diesem Zeitpunkt final und unveränderlich sein sollte (d. h. er wurde übersetzt und von einem externen Reviewer geprüft und etwaige Korrekturen wurden eingepflegt). Dies ist wichtig für die Anzahl der Überprüfungsdurchgänge,die für das endgültige Handbuch benötigt werden.Im Hinblick auf die Lieferung der Handbücher müssen Sie überlegen, ob Sie pro Sprache ein Einzeldokument wünschen, ein mehrsprachiges Dokument mit allen Sprachen, die jeweils nacheinander erscheinen, oder vielleicht mehrere regionale mehrsprachige Handbücher benötigen, in denen jeweils bestimmte Sprachen zusammengefasst sind. Je nachdem, welches Endprodukt Ihr Unternehmen benötigt, müssen einige Fragen berücksichtigt werden:

  1. Werden alle Sprachen in einer mehrsprachigen Gebrauchsanweisung zusammengefasst?
  2. Müssen neue Vorder- und Rückseiten für das mehrsprachige Handbuch erstellt werden?
  3. Wie sollen die Sprachen auf den Covern dargestellt werden?
  • Sprachen in alphabetischer Reihenfolge aufführen
  • Zuerst jeweils die Übersetzung für das Wort „Gebrauchsanweisung“ und dann die Sprache aufführen
  1. Wie soll das Inhaltsverzeichnis (TOC) dargestellt werden?
  • Sprachen in alphabetischer Reihenfolge aufführen
  • Inhaltsverzeichnis auf der ersten Seite anzeigen
  • Zeigen, auf welcher Seite welche Sprache zu finden ist
  1. Wo auf den Einzelseiten soll auf die jeweilige Sprache hingewiesen werden?
  2. Sollte die Website-URL des Unternehmens im gedruckten Handbuch erscheinen? Wenn ja, wo?
  • Fußzeile
  • Kopfzeile
  1. Können zusätzliche Seiten hinzugefügt werden (falls erforderlich)?
  2. Sollte jede Sprache auf der rechten Seite beginnen?
  3. Welche Seitengröße wird verwendet?
  • A5
  • A4
  • A3
  10.Welche Änderungen sind für jedes Handbuch erforderlich?
  • Produktname
  • Dokumenten-ID
  • Veröffentlichungsdatum
  11.Welche Dateiformate werden zum Drucken benötigt?
  • Natives Dateiformat (InDesign, FrameMaker, MS Word)
  • PDF

Da sich Übersetzungspläne häufig an Produktfreigabeterminen und Messen orientieren, sollten Sie Ihrem Übersetzungsprojektmanager mitteilen, wie Sie die Begriffe Ihrer Benutzeroberfläche handhaben wollen, ob Sie den Einsatz externer Korrekturleser planen und welche Art mehrsprachiges Handbuch Ihre Firma wünscht. Diese Informationen sind sehr nützlich und verhindern, dass abschließende Aufgaben wie DTP und QS komprimiert werden müssen, wodurch Sie Zeit und Geld sparen.

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Thema: Medizinische Übersetzung

Dave Fleming

von Dave Fleming

Dave serves as SimulTrans’ Manager for Project Management in Dublin, overseeing a team of project managers who handle a multitude of diverse clients and projects. He regularly travels to our head office in California to liaise with our US team. Dave has spent over 19 years in the localization industry.